Details & Hörproben

zu dem musikalischen Spektrum & den Projekten finden Sie hier:

KlassikMikis Theodorakis
Julia & Band
Anna Gwildis & Julia SchilinskiFadoBossanova

 

Neue CD: Canto General mit Julia Schilinski und Sergio Cattaneo

Anfang des Jahres 2015 erschien eine Gesamtaufnahme des Canto General mit Julia Schilinski und Sergio Cattaneo, aufgenommen und produziert in Wien mit dem Orquesta de nuestra tierra und einem Zusammenschluss verschiedener österreichischer Chöre unter der Leitung von Leopold Griessler.
Die CD ist ab sofort hier erhältlich | bestellen

 

CD: Mikis Theodorakis-Ein Leben für die Freiheit

Mikis Theodorakis – ein Leben für die Freiheit 2014 | bestellen

Im April 2014 erschien die Hommage "Mikis Theodorakis – ein Leben für die Freiheit" mit vielen Theodorakis Liedern und Auszügen aus dem "Canto General" sowie Gedicht Rezitationen, gelesen von Rolf Becker als Audio CD, zu bestellen unter www.gerhard-folkerts.de/CDs.html

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Hörprobe Theodorakis | Hörprobe

 

16.11.2015 | © Stader Tageblatt:

Stader Tageblatt

 

27.05.2013 | © Landeszeitung Lüneburg:

Landeszeitung Lüneburg

 

27.05.2013 | © Bleckeder Zeitung:

Bleckeder Zeitung

 

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Mikis Theodorakis »Canto General«
07.07.2012 | 20:00 Uhr
Veranstaltungsort: Open Air Veranstaltung im Kurpark Bad Bevensen

© Text W. Weiler | © Fotos J. Rufenach auf www.bad-bevensen-tourismus.de:

Bad Bevensen © Rufenach

»Brilliante Canto General Aufführung
Open-Air-Highlight im Kurpark Bad Bevensen

Die ganz große Gefühlsskala gab es in diesem Konzert zu durchmessen: Durch Verzagung, Hoffnung und Zuversicht führte die Musik, donnerte der wortgewaltige Text. Es gibt wohl kaum ein künstlerisches Werk, das so symbiotisch weltumspannend, so internationalistisch das Thema des Kampfes gegen Unterdrückung, Diktatur und Ausbeutung vereint wie der "Canto General". Die Verse des Chilenen Pablo Neruda und die Noten des Griechen Mikis Theodorakis verbindet eines jenseits aller individuellen Sozialisierung oder geografischen Unterschiede: Die Auffassung, dass Oben und Unten nirgendwo auf der Welt zu vereinen sein werden.

Die Städtische Cantorei Lüneburg war mit diesem grandiosen Werk im Kurpark zu Gast. Der Auftritt kann nach dem Titel in seiner Qualität nur "großer Gesang" genannt werden. Unter der Stabführung einer umsichtigen Birgit Agge kannte der Chor keine Schwäche, musizierten Mitglieder des Niedersächsischen Bach-Collegs punktgenau und standen mit Julia Schilinski (Alt), Matthias Lüderitz (Bariton) und Rolf Becker (Lesung) Künstler auf der Bühne, die sich völlig in den Dienst der Sache zu stellen wussten.

Der Sprecher bändigte die Gewalt der Sprache, dass deren bildreiche Poesie greifbar wurde und fassbar blieb. Die Altistin brachte das perfekte Timbre und ein wunderbares Temperament mit; stimmlich schwebte sie mühelos über der großen Kulisse aller Sänger. Ihr Baritonkollege füllte seinen Part souverän.

Melodien voller Lebensfreude wechseln ab mit Noten großer Trauer; dissonante Schreie, die die Entrechtung der Völker beklagen, die auch im Moll einen Sog von ungeheurer Kraft besitzen. Erschütternd in einer Monumentalität, die immer anrührt, nie erschlägt. Getragen, fast wie ein Gebet, die Anklage, der Ruf nach Gerechtigkeit. An anderer Stelle heiter, spöttisch fast, in der Überzeugung: Es wird, es kann nicht so bleiben. Die Geschichte wird am Ende andere Worte finden, Zweifel wird nie in Verzweiflung verharren, weil "die Wahrheit, hart wie eine Pflugschar, an die Türen zu rütteln in der Lage ist mit zerschundenen Händen".

Im Jahr 1971 haben sich Neruda und Theodorakis in Paris getroffen. Chile versuchte damals mit der Unidad Popular den Weg in eine gerechtere Gesellschaft. Zwei Jahre später ist der Literaturnobelpreisträger tot, gestorben wenige Tage nach seinem Freund Salvador Allende, der Pinochets Putsch des 11. September nicht überleben wollte.Theodorakis` Musik war in Griechenland da noch verboten.

Die Aufführung des "Canto General" steht heute in Hellas nicht mehr unter Strafe; geändert hat sich die Welt nicht. "Widerstehen Sie der Totalitarisierung der Märkte!", rief der bald 87-jährige Musiker vor einem Jahr allen Europäern zu. Er hat den Kampf nicht aufgegeben.

Der Beifall nach zweieinhalb Stunden Konzert war in Bad Bevensen lang anhaltend.«

Bad Bevensen © Rufenach
Rolf Becker (Lesung)

Bad Bevensen © Rufenach
Julia Schilinski (Alt)

© Text W. Weiler | © Fotos J. Rufenach auf www.bad-bevensen-tourismus.de

 

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Mikis Theodorakis – »Ein Leben für die Freiheit« Hommage
21.03.2012 | 20:30 Uhr
22.03.2012 | 20:30 Uhr
Veranstalter: Die Stadt Bad Nauheim
Veranstaltungsort: Badehaus 2 im Sprudelhof, Ludwigstraße 20, 61231 Bad Nauheim
Rolf Becker · Rezitation | Julia Schilinski · Gesang | Gerhard Folkerts · Klavier & Konzeption
| www.bad-nauheim.de

© Petra Folkerts: Mikis Theodorakis ist eine der großen Symbolfiguren für Menschlichkeit in unserer Zeit. Sein Leben ist das eines tatkräftig und unbeugsam handelnden Komponisten, Dichters und Politikers – es ist ein Leben für die Freiheit. Das machen seine Lieder und Texte hörbar. Gerhard Folkerts hat sie für diese Hommage zusammengestellt und arrangiert und begleitet die Mezzosopranisten Julia Schilinski am Klavier. Rolf Becker rezitiert Gedichte und Stationen aus Mikis Theodorakis Autobiografie. Ganzer Text

Eröffnet wird die Hommage quasi von dem Geehrten selbst: In dem in seinem Haus in Athen am 15. Mai 2010 für diese Hommage aufgenommenen Videotrailer spricht Theodorakis über die untrennbaren Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Gesellschaft und Musik, Komponisten und Publikum.

 

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Mikis Theodorakis: »Du bist Griechenland« – Eine Hommage
01.04.2012 | 11:00 Uhr
Rolf Becker · Rezitation | Julia Schilinski · Gesang | Gerhard Folkerts · Klavier & Konzeption
Deutsches Schauspielhaus Hamburg | Als Gäste:
Hamburger Singakademie, Leitung Jörg Mall | Eberhard Rondholz, Autor & Griechenlandkenner

Eine Veranstaltung mit Unterstützung aus dem Stadtteil Hamburg St. Georg:
Geschichtswerkstatt, Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde und Einwohnerverein

Im November letzten Jahres planten Rolf Becker und Gerhard Folkerts zusammen mit der Leitung des Deutschen Schauspielhauses eine zweite Theodorakis-Matinee – eine Hommage, ähnlich der Hommage „Ein Leben für die Freiheit“, die als Gastspiel im Juli 2010 im Schauspielhaus stattfand. Eine Theodorakis-Hommage ohne Bezug zu der aktuellen Situation in Griechenland war schon Ende 2011 undenkbar. Gerhard Folkerts: „Denn, da es um die Selbstständigkeit und Freiheit SEINES Landes geht, mischt sich Mikis Theodorakis, der in diesem Jahr 87 Jahre alt wird, wieder ein – so, wie er sich von Jugend an einmischte und für die Freiheit kämpfte, ohne Rücksicht auf sein Leben, aber stets im Schutz seiner Musik.“

„Du bist Griechenland“ ist der Titel eines Liedes, das Mikis 1968 im Gedenken an seinen
Mitgefangenen Andreas Lentakis schrieb, der unter der Militärdiktatur zu Tode gefoltert wurde. Dabei wurde Mikis gezwungen, dies mit anzuhören. Ein Zitat aus diesem Lied: „Du wirst der der Du gewesen bist einst wieder sein … Du bist Griechenland.“

„Du bist Griechenland“ enthält Bekanntes aus „Ein Leben für die Freiheit“, z. B. „Zorbas“, „Al gunas Bestias“, den Text „Spiegelung“, und Neues wie „Du bist Griechenland“ oder „Friede“. Als Gäste treten auf Eberhard Rondholz, Autor und Griechenlandkenner, mit zwei kurzen Wortbeiträgen und die Hamburger Singakademie unter der Leitung von Jörg Mall mit dem Vortrag von drei Liedern.

Gerade jetzt gilt es, Solidarität mit den Griechen – dem griechischen Volk – zu zeigen. Genau dies möchten wir mit der zweiten Theodorakis-Hommage tun.

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Kartenverkauf: 20 EUR Einheitspreis (Gruppen ab 20 Personen erhalten 10 % Ermäßigung)
Vorverkauf: 040-24 87 13
l kartenservice@schauspielhaus.de | www.schauspielhaus.de/spielplan/

 

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Mikis Theodorakis: »Du bist Griechenland«
20.09.2012 | 11:00 Uhr
Veranstalter: Evangelische Akademie Oldenburg
Veranstaltungsort: Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, Oldenburg
Rolf Becker · Rezitation | Julia Schilinski · Gesang | Gerhard Folkerts · Klavier & Konzeption

© Petra Folkerts: Weitere Informationen folgen ...

 

Ein Plädoyer für den Frieden
Rolf Becker begeisterte mit virtuosen Rezitationen, Julia Schilinski mit toller Stimme und Gerhard Folkerts mit seinem Klavierspiel
Vicelin-Schalom-Kirche © Hamburger Abendblatt, 23.08.2011, Heike Linde-Lembke

Abendblatt 23.08.2011

Abendblatt NORDERSTEDT :: Michael Schirmers Einladung, nach dem Konzert noch „etwas zu schnabulieren“, musste Rolf Becker leider ablehnen. „Ich muss morgen früh um Sechs am Set in Leipzig sein“, sagte der Schauspieler, der in der ARD-Abendserie „In aller Freundschaft“ als Otto Stein so manche Katastrophe rettet und einer der Sympathie-Träger ist. Auch das Publikum im vollbesetzten Saal der Vicelin-Schalom-Kirche am Immenhorst in Norderstedt war begeistert von der unprätenziösen Art des 76-Jährigen, der in Osterstedt in Schleswig-Holstein aufwuchs und sich für politisch Verfolgte engagiert.

Mit der Sängerin Julia Schilinksi und dem Pianisten und Arrangeur Gerhard Folkerts gab Becker ein eindrucksvolles Programm zu Ehren des griechischen Liedermachers, Komponisten und Politikers Mikis Theodorakis. Dem Trio gelang ein wunderbares Plädoyer für den Frieden.

Folkerts stellte dem Abend einen kurzen Film über seine letzte Begegnung mit dem großen Künstler voran, und beeindruckte nachhaltig mit den Interpretationen seiner Kompositionen, darunter auch den Tanz von Alexis Zorbas. Eine Überraschung war der gehaltvolle Mezzosopran Julia Schilinkis. Die Hamburgerin, die gerade Platten mit Bossa Nova von Antonio Carlos Jobim aufnimmt, begeisterte durch reiche, punktgenaue Modulation, durch großes Einfühlvermögen in Text und Musik und durch ihr Temperament.

Mit Emphase gelang ihr Theodorakis’ „Der Bär“ aus dem Zyklus „Dionysos“, berührend kamen „Ich öffne den Mund“ aus „Axion Esti“, Kleine Anemonen“ aus dem Kalavryta-Ortorium und die Vertonungen der Gedichte „Canto General“ von Pablo Neruda. Sowohl im Spanischen als auch im Deutschen zeichnete sich die Sängerin durch hohe Sprechkultur aus.

Die ist für einen Schauspieler wie Rolf Becker selbstverständlich. Als eine einzige Klage gegen Folter und Willkür brachte Becker „Spiegelung 1“ des Lyrikers Yiannis Ritsos. Er wechselte virtuos zwischen dramatischer, lyrischer, erzählerischer und rezitativer Gestaltung der Texte und verlas zum Schluss Theodorakis’ Rede vom 25. Juni, in der der große Grieche die Banker für die Finanzkatastrophe verantwortlich macht: „Man darf nicht dulden, dass die Banken Europa plündern!“.

 

Mikis Theodorakis-Liederabend »Ein Leben für die Freiheit«
21.08.2011 | Beginn 18:00 Uhr, Einlass 17:00 Uhr
Gerhard Folkerts · Klavier | Julia Schilinski · Gesang | Rolf Becker · Rezitation
Ev.-Luth. Vicelin-Schalom Kirchengemeinde Norderstedt, Immenhorst 3, 22850 Norderstedt
| www.vicelin-schalom.de | 040-943 666 80 ab 27. Juli | Karten 12.-/10.- €

Theodorakis 2010

 

»Mikis Theodorakis Leben ist das eines tatkräftig und unbeugsam handelnden Komponisten, Dichters und Politikers – es ist ein Leben für die Freiheit. Das machen seine Lieder und Texte hörbar.

Gerhard Folkerts hat sie für diese Hommage zusammengestellt und arrangiert.

Julia Schilinski singt »Rätselhafte Nacht«, »Marina«, »Kummer«, …, Lieder aus Canto General und Axion Esti.

Rolf Becker rezitiert Gedichte und Stationen aus Mikis Theodorakis Autobiografie.

© Foto Petra Folkerts

Mikis Theodorakis ist eine der großen Symbolfiguren für Menschlichkeit in unserer Zeit. Dies bezeugen seine Lieder und seine Texte. Sie zeigen ein Leben für Freiheit und Liebe, ein Leben ohne Gewalt, ohne Kriege, ein Leben für die Menschen.

Generationen erfreut der griechische Komponist, Dichter und Politiker Theodorakis, der in diesem Jahr 85 Jahre alt wird, mit seiner Musik. Welcher Komponist kann von sich behaupten, dass man nach zwei Akkorden bereits weiß, welche Töne, welche Takte folgen werden? In der Alexis Zorbas Komposition ist das so. Und in welchem Land in Europa können Dichter von sich sagen, dass ihre Gedichte durch Vertonungen eines Komponisten zum Allgemeingut und Besitz eines Volkes wurden? In Griechenland kennen die Menschen durch Theodorakis Musik ihre Dichter Elytis, Gatsos, Kambanellis, Ritsos, Seferis und singen deren Texte.

Mikis Theodorakis, der die Ideale seiner Jugend niemals, auch nicht in Gefängnissen und Lagern verriet, fordert uns mit seiner Musik auf, „ein schöneres Leben zu schaffen, in dem die Menschen sich reicher, anspruchsvoller, stärker fühlen. Es ist keine Musik, die vergessen lässt.“ Die Menschen finden sich in seiner Musik wieder, ihre Geschichte, ihre Hoffnungen, ihre Verzweiflungen. Und – ihre Utopien. Hiervon kündet dieses Theodorakis-Programm.

Hiervon singt Julia Schilinski, die in den letzten Jahren erfolgreich als Solistin in Theodorakis Canto General in Deutschland und Österreich auftrat. Sie singt aus Canto General und Axion Esti, aus den Zyklen Epiphania, Politia, Lieder des Kampfes und zwei von Gerhard Folkerts vertonte Theodorakis-Texte.

Rolf Becker liest Texte aus Theodorakis Autobiografie „Die Wege des Erzengel“ und „Bis er wieder tanzt“ sowie Gedichte. Becker ist seit mehr als 10 Jahren Sprecher der Neruda-Texte in den Hamburger Großveranstaltungen des Canto General mit der Musik von Theodorakis.

Gerhard Folkerts schrieb die musikalischen Arrangements und das Konzept dieses Theodorakis-Programms. Seinen Athener Klavierabend mit Kompositionen von Mikis Theodorakis besuchte der griechische Komponist zusammen mit seiner Frau Myrto.«

 

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Mikis Theodorakis | Ein Leben für die Freiheit
Eine Hommage zum 85. Geburtstag

Juli 2010 | Schauspielhaus Hamburg

Theodorakis – Hamburger Schauspielhaus

Theodorakis – Hamburger Schauspielhaus

 

Ein Musikerleben für Freiheit und Frieden
Vorab-Hommage zu Mikis Theodorakis´ 85. Geburtstag
SCHAUSPIELHAUS. © Hamburger Abendblatt, 03.07.2010

Abendblatt "Dadamm - - - dadamm - - - dadadadammm" - mit den Bouzouki-Klängen des Sirtaki, den Anthony Quinn und Alan Bates 1964 im Kultfilm "Alexis Sorbas" tanzten, hat der Komponist Mikis Theodorakis ein musikalisches Logo für Griechenland erschaffen. Zwei, drei Takte braucht es, und mitten in Eimsbüttel schwappt das Meer mental bis knapp unter den Tisch vor der Taverne, ob sie nun Olymp, Dionysos oder Akropolis heißt. Hoppa!

Und weil Theodorakis am 29. Juli seinen 85. Geburtstag feiert, wird ihm schon an diesem Sonntag ein Konzert im Schauspielhaus gewidmet. Der Mann mit dem grauen Lockenkopf hat ein Leben lang seine Musik und seine Auftritte in den Dienst von Aufklärung, von Frieden und Freiheit gestellt. 1925 auf der Insel Chios geboren, kämpfte er als junger Mann im Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Verbannung, Lagerhaft und Folter musste er mehrfach erleiden und war mehrmals dem Tod nahe; nach Kriegsende geriet er als Kommunist auf die Fahndungslisten.

Anfang der 50er-Jahre wurde er, was er schon vor dem Krieg sein wollte: Musiker und
Komponist; er zog viele Ideen aus der Volksmusik seines Heimatlandes, beherrscht aber auch die Spielarten des politischen Pathos, schreibt eingängige Melodien voller Melancholie und Lebensfreude, pendelt ungeniert zwischen U und E, schreibt Film- und Ballettmusiken, Hymen für Befreiungsbewegungen und Oratorien, komponiert gegen das Unrecht der Welt an. Und er engagiert sich in der Politik. 1967 wird er nach dem Militärputsch in Griechenland inhaftiert und erneut gefoltert; eine internationale Solidaritätsbewegung kann ihn 1970 ins französische Exil retten. Seine Musik bleibt in der Heimat verboten. 1971 spielt er in Hamburg als einer der ersten Künstler in der neu gegründeten Fabrik gegen die Junta an - die Schwarzmarktpreise waren enorm. Bald trat er auch in Musikhalle und CCH auf. Nach dem Sturz der Diktatoren 1974 füllt er
große Stadien und gilt als Volksheld. Er vertont Pablo Nerudas "Canto General" und schreibt mehrere Symphonien und Kammermusik, die bei uns nie auf Konzertprogrammen auftauchen. Aber sein unbedingtes Eintreten für Frieden und Menschlichkeit, wo immer sie in Gefahr sind, das wird nicht vergessen.
Hommage an Mikis Theodorakis Mit Gerhard Folkerts, Julia Schilinski, Rolf Becker,
So, 4.7., 11.00, Deutsches Schauspielhaus © Hamburger Abendblatt, 03.07.2010

Schauspielhaus

 

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Hommage an eine »Jahrhundertpersönlichkeit«
Musikalische Veranstaltung anlässlich 85. Geburtstages des griechischen Künstlers und Freiheitskämpfers Mikis Theodorakis © Gießener Anzeiger, Albert Mehl, 08.09.2010

GAMBACH. Selbst wer Mikis Theodorakis für den Schwager des Wirtes seines Lieblings-Griechen hält, der merkt auf, wenn er die ersten zwei Akkorde der Musik hört, die eben jenen Theodorakis weltberühmt gemacht hat. Und so war »Zorba the Greek«, die Titelmelodie des Filmes »Alexis Zorbas« - nach dem gleichnamigen Roman von Nikos Kazantzakis – nicht von ungefähr die Klammer für »Ein Leben für die Freiheit«, eine Hommage an den griechischen Künstler in der evangelisch-reformierten Kirche in Gambach.

Aber nicht nur die Klavierbearbeitung von Gerhard Folkerts für den eigens für den Film komponierten Sirtaki prägte die Veranstaltung aus Anlass des 85. Geburtstages von Theodorakis. Dazu trugen weitere gelungene Interpretationen aus dem Werk der »Jahrhundertpersönlichkeit« (Folkerts) durch den Komponisten und Konzertpianisten aus Wedel bei Hamburg bei. Aber es war noch mehr. Es war ein »Konzert der besonderen Art«, wie Uwe Müller vom Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg feststellte. Denn Folkerts hatte eine Grußbotschaft des nicht mehr reisefähigen Theodorakis aus seinem Haus in Athen per Video in die Wetterau mitgebracht.

»Der große Gesang«

Dazu lebte der Abend von zwei weiteren »famosen Künstlern«, wie sie Müller begrüßte. Einmal Julia Schilinski, eine junge Sängerin aus Hamburg. Ihr kraftvoller Mezzosopran erfüllte kraftvoll und klar die Gambacher Kirche und präsentierte in ihren Liedvorträgen den griechischen Freiheitskämpfer genauso wie den weltumspannenden Poeten. Nicht minder Rolf Becker. Der Fernseh- und Theater-Schauspieler brillierte als Rezitator. Dass seine Geburt schon 75 Jahre zurückliegt, geriet an diesem Abend in Vergessenheit. Mit seiner prägnanten Stimme und seinen gekonnt eingesetzten Gesten sorgte er für ein weiteres außergewöhnliches Erlebnis in dem ehrwürdigen Gotteshaus. Als er die Buchstaben »A«, »B« und »C« aus dem Text »Spiegelung I« von Yiannis Ritsos über die Gefangeneninsel Makronissos aus der Zeit der Obristen-Diktatur in Griechenland herauspresste, machte sich kalte Beklemmung innerhalb der dicken Kirchenmauern breit.

Gerhard Folkerts legte aber auch Wert darauf, dass die Besucher nicht nur den Freiheitskämpfer und die griechische Widerstands-Ikone kennenlernten. Im zweiten Teil hatte er den »in Westeuropa weitestgehend unbekannten Theodorakis« in den Vordergrund gestellt, den Dichter, Symphoniker, Kammermusiker und Opernkomponisten. Und zum Abschluss jeden Teils rezitierte das Trio Ausschnitte aus dem »Canto General«, dem von Theodorakis vertonten Text »Der große Gesang« von Pablo Neruda. Sie passen zu Alexis Zorbas und seiner Devise »Das Leben um des Lebens willen, das ist die einzige Wahrheit«. © Gießener Anzeiger | 08.09.2010 | Von Albert Mehl

 

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Mikis Theodorakis: »Ein Leben für die Freiheit«
Der Grieche Mikis Theodorakis gilt als eine der großen Symbolfiguren für Demokratie
und Menschlichkeit in unserer Zeit. Sein Leben ist das eines tatkräftig und unbeugsam handelnden Komponisten, Dichters, Widerstandskämpfers und Politikers - »Ein Leben für die Freiheit«. Der Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg veranstaltete jetzt in der evangelisch-reformierten Kirche ein Konzert mit Liedern und Texten des Meisters.

© Wetterauer Zeitung Münzenberg-Gambach (bd). Artikel vom 07.09.2010

Es war eine wunderbare Hommage an einen Mann, der als einer der bekanntesten
europäischen Komponisten persönlich Teil hatte an den brutalen Auseinandersetzungen im zweiten Weltkrieg und an der folgenreichen Geschichte seines Landes. Mit Grußworten richteten sich Uwe Müller, Vorsitzender des Freundeskreises, und Bürgermeister Hans-Jürgen Zeiss als Schirmherr an das zum Teil von weit her angereiste Publikum.

1942 wurde der am 29. Juli 1925 auf Chios geborene Theodorakis während der deutsch-italienischen Okkupation Griechenlands erstmals verhaftet und gefoltert. Anders als viele seiner Freunde überlebte er. Als nach dem Zweiten Weltkrieg der griechische Bürgerkrieg ausbrach, kämpfte Theodorakis aufseiten der linken Befreiungsfront. Wieder wurde er verhaftet und auf die Insel Ikaria verbannt, später auf die Gefängnis-Insel Makronisos deportiert, wo er schlimmste Folter erlitt. Der stille Mann, der später mit Pablo Neruda, Anthony Quinn, Mercedes Sosa oder mit Joseph Beuys zusammenarbeitete, schenkte der ganzen Welt seine um größtmögliche Humanität bemühten Kompositionen. Später, während der griechischen Militärdiktatur (1967 bis 1974), wurde er erneut verfolgt. Nach der Diktatur kehrte Theodorakis nach Athen zurück. Später gelang ihm die Ausreise nach Frankreich.

Beispielsweise schrieb er unvergessliche Filmmusik für »Alexis Sorbas« und förderte damit die große Griechenland- Sehnsucht der Nachkriegsdeutschen. Der eng mit Münzenberg verbundene Gerhard Folkerts hatte das Programm des Abends zusammengestellt und arrangiert. Ihn begleiteten am Klavier im Altarraum der Kirche die ausdrucksstarke Mezzosopranistin Julia Schilinski und der Schauspieler Rolf Becker. Dieser rezitierte Gedichte und Stationen aus Mikis Theodorakis Autobiografie.

Eröffnet wurde die Hommage von dem Geehrten selbst. Auf eine Leinwand projiziert wurde ein extra für die Tournee in seinem Haus in Athen am 15. Mai 2010 aufgenommener Videofilm. In ihm sprach Theodorakis mit deutschen Untertiteln über die untrennbaren Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Gesellschaft und Musik, Komponisten und Publikum, sein Wirken um den Frieden in der Welt.

Die Titelmelodie von »Zorba il Greco« aus dem Jahre 1964 ertönte anschließend und das Gedicht »Ich schreibe keine Lieder, um zu unterhalten«. Julia Schilinski stimmte »Rätselhafte Nacht« an und »Der Zug fährt um Acht«. Rolf Becker mit seiner markanten Stimme ließ »Spiegelung I« des griechischen Dichters Yannis Ritsos folgen. Das Lied »Junger Held«, getextet von Theodorakis und vertont von Gerhard Folkerts beschrieb das unsäglichen Leiden und Sterben der inhaftierten Griechen auf der heute unbewohnten Verbannungs-Insel Makronisos in den Bürgerkriegs-Jahren 1947 bis 1949.

Das Publikum war fasziniert, und nach Pablo Nerudas Gedicht »Einige Tiere« aus dem »Canto General«, dargeboten als lyrischer Text und als Lied, spendeten die Besucher stehend und lang anhaltend ihren Beifall. Auch im Zweiten Teil des Konzerts wurde offenbar, warum Gerhard Folkerts, Julia Schilinski und Rolf Becker der Sprache und der begeisternden Musik von Mikis Theodorakis so verfallen sind. Am Ende wollte der Beifall kein Ende nehmen. © Wetterauer Zeitung Münzenberg-Gambach (bd).

 

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»Meine Lieder sollen den Menschen Sicherheit geben …
in einer Zeit, in der die Welt immer abstruser wird.«

Mikis Theodorakis-Abend in Husum ein großer Erfolg
Die Interpreten Rolf Becker, Julia Schilinski und Gerhard Folkerts

Theodorakis-Abend in Husum 2008Theodorakis-Abend 2008

Was Mikis Theodorakis 1940 im Zusammenhang mit der Besetzung Griechenlands durch Italien sagte, hat heute – wieder oder noch immer – nichts an Bedeutung verloren. Theodorakis ist eine der großen Symbolfiguren für Menschlichkeit. Er symbolisiert ein Leben für Freiheit und Liebe, ein Leben ohne Gewalt und Kriege. Und er hat im Laufe seiner 82 Lebensjahre viele Lieder und Texte geschrieben, die bis heute die Menschen ansprechen, berühren, nachdenklich, aber auch fröhlich stimmen.

Diese verschiedenen Stimmungen wurden in der Aula der Beruflichen Schule des Kreises Nordfriesland von Gerhard Folkerts (Konzertpianist), Julia Schilinski (Sängerin) und Rolf Becker (Schauspieler) von der Bühne auf die zahlreichen Zuschauer übertragen. Der Abend fand auf Initiative des Förderkreises der Beruflichen Schule in Husum statt, der damit seine Tradition der kulturellen Abende mit anspruchsvollem Programm fortsetzte.

Gerhard Folkerts hat den Abend konzipiert und ist zum ersten Mal in dieser Künstler-Konstellation mit werken des berühmten griechischen Komponisten auf die Bühne getreten – es war also eine Uraufführung, die den Gästen geboten wurde. Und es war eine eindeutige Nachricht, die die drei Künstler weitergaben: »Das Leben um des Lebens willen - das ist die einzige Wahrheit.« Musik, Liebe, Leben, das sollen nach Theodorakis Säulen des menschlichen Zusammenlebens sein; dabei soll die Musik gegen das Vergessen wirken, aber nicht um Hass, sondern um Liebe zu säen.

Draußen strich der Wind um das Schulgebäude und gab etwas von der manchmal melancholischen und wehmütigen Stimmung wieder, die nicht nur in Theodorakis' Liedern steckt, sondern auch einen Teil seines bewegten Lebens ausmacht. Er hat seine ganze Kraft immer in den Dienst seines Volkes gestellt und hat dafür vieles auf sich nehmen müssen: Gefängnis, Folter, Asyl. Ihm sind im wahrsten Sinne des Wortes die Knochen gebrochen worden, aber sein Freiheitswille, sein Ja zum Leben blieben und bleiben ungebrochen. Theodorakis will das Vergangene nicht verdrängen, aber er sagte in einem Gespräch zu Gerhard Folkerts: »Ich lebe heute!«

Rolf Becker las entsprechende Passagen aus Theadorakis' Autobiographie vor - eindringlich, aufrüttelnd, ermahnend, nachdenklich stimmend. Stellenweise wurde die Rezitation vom Klavier untermalt. Gerhard Folkerts riss das Publikum mit seinem variablen Spiel mit, er gab einen Einblick in die Bandbreite des griechischen Meisters und verkörperte selbst dessen Credo, nicht zwischen E- und U-Musik zu unterscheiden, sondern beides miteinander zu verbinden. Der einfühlsame und ausdrucksstarke Gesang der Mezzosopranistin Julia Schilinski gab dem Schmerz wie dem Lebenswillen in Theodorakis' Liedern eine Stimme und machte die Freude des Griechen an jeder Form von Leben, an der Offenheit und Gastfreundschaft seines Volkes sichtbar. Alle drei Künstler verkörperten auf der Bühne das, was Theodorakis für sich selbst anstrebt: »Ich möchte mein Leben leben, indem ich meine Musik weiterverschenke.«

Stehende Ovationen als Dank des Publikums für die herausragende Leistung der Künstler und der berühmte »Alexis Zorba«, von Folkerts am Klavier als Zugabe interpretiert, rundeten diesen gelungenen »Abend für die Freiheit« ab, der liebevoll von den Mitgliedern des Fördervereins der Beruflichen Schule vorbereitet und begleitet worden ist.

Es ist den drei Künstlern zu wünschen, dass sie bundesweit noch viele Gelegenheiten zu
Auftritten in dieser Konstellation haben werden.
www.gerhard-folkerts.de

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Folkerts Friedenslieder kommen an
Gerhard Folkerts schwebt immer noch auf Wolke sieben.
© Hamburger Abendblatt, 09.11.2007
, WEDEL/ATHEN.

Abendblatt "Ich habe mich so wohl wie selten gefühlt. Die Zuhörer haben mich so freundlich aufgenommen und nach dem Konzert stehend applaudiert", berichtete der Wedeler Pianist und Komponist von außergewöhnlichen Auftritten in Griechenland. Denn er hat gemeinsam mit der Mezzosopranistin Julia Schilinski einen Teil seines Kalavryta-Oratoriums präsentiert. Im Goethe-Institut von Athen saß neben dem deutschen Botschafter Wolfgang Schultheiss auch die griechische Musiker-Legende Mikis Theodorakis im Publikum. Ihm ist Folkerts nicht nur freundschaftlich verbunden, sondern fürs Oratorium hat er auch einige Gedichte des Komponisten und Politikers eingearbeitet.

Kalavryta - der Name steht für ein sehr dunkles Ereignis in der deutschen Geschichte. Im Zweiten Weltkrieg übten Soldaten der Wehrmacht wegen Partisanen-Anschlägen grausam Rache an der Zivilbevölkerung eines Städtchens. Alle Jugendlichen und Männer über 15 Jahren wurden umgebracht, dazu viele Frauen. Es gab Hunderte von Opfern. Folkerts: "Für das unendliche Leid, das deutsche Soldaten auch den Menschen Kalavryrtas zufügten, tragen meine und die nach mir folgenden Generationen keine Schuld. Aber wir tragen die bleibende Verantwortung, dass diese Vernichtung allen Lebens, dieser Hass sich niemals wiederholen. Das Kalavryta-Oratorium will eine Zukunft hörbar machen, in der Verbrechen gegen die Menschlichkeit sich nicht wiederholen."

So hat der Wedeler Gedichte von deutschen und griechischen Literaten vertont - diese Arien und Lieder waren in Athen und am einstigen Schauplatz des grausigen Geschehens zu hören. "Auch dort hatte ich das Gefühl, dass die Botschaft der Musik verstanden wurde", sagte Folkerts, der vom Bürgermeister durch den Ort und die mahnende Ausstellung geführt wurde.
Zwischen den Liedern rezitierte die Schauspielerin Dafne Markaki die griechischen Originaltexte der Gedichte sowie die griechischen Übersetzungen der Werke der deutschen Schriftsteller.

Die positive Resonanz auf das noch unfertige Oratorium lässt erahnen, wie das komplette Werk aufgenommen wird, dessen Aufführung im kommenden Dezember anlässlich des 65. Jahrestags des Massakers geplant ist. Zurzeit erarbeitet Folkerts die Partituren für das Sinfonieorchester. Wann das Werk in Deutschland aufgeführt wird, steht noch nicht fest. Wer einen Einblick bekommen möchte, der hat am Freitag, 16. November, in Husum die Chance dazu. Dort werden die Sängerin Julia Schilinski, Gerhard Folkerts und der Schauspieler Rolf Becker ab 20 Uhr in der Aula der Beruflichen Schule ein Theodorakis-Programm präsentieren mit Liedern, die auch im Oratorium vorkommen. © Hamburger Abendblatt, 09.11.2007, WEDEL/ATHEN.

 

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Canto General
St. Johanniskirche | Hamburg | März 2007

Canto General 2007

Lieder von Folkerts und Theodorakis
Goethe-Institut Athen und Kalavryta | Griechenland | November 2007

Canto General 2007

Canto General 2007

 

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Canto General
KZ-Gedenkstätte Neuengamme | Hamburg-Neuengamme | 04.09.2006

Canto General 2006-9

 

Canto General – 900 Zuhörer  überwältigt
Neuengamme. © Bergedorfer Zeitung, 04.09.2006, (uk)

„Dieses Buch entsprang dem Zorn wie eine Glut", schrieb Pablo Neruda 1949 als Epilog seines „Canto General" (übersetzt der „Große Gesang") - ein 500 Seiten umfassendes Buch mit 230 Gedichten, die von der unberührten Unschuld Mittel- und Südamerikas, der Eroberung durch die Conquestadores bis zu den Aufständen der Völker gegen die Diktaturen handeln. Der „Canto General". ist zum Synonym für Frieden, Freiheit und Verständigung der Völker geworden - und damit bis heute aktuell.

900 Besucher im Klinkerwerk der KZ-Gedenkstätte Neuengamme erlebten die musikalische Version dieses Werkes. Der Gedichtzyklus wurde vom griechischen Komponisten Mikis Theodorakis zu einem klanggewaltigen Oratorium für zwei Solostimmen, gemischten Chor und Orchester vertont und 1975 in Athen uraufgeführt - ein Jahr nach Ende der griechischen Militärdiktatur. In spanischer Sprache werden die Gesänge der Inka, die Lieder der Anden und die Rhythmwen der Indios unauffällig mit der Klangwelt der Griechen verbunden.

Zwischen den Liedern rezitierte Schauspieler Rolf Becker die von Harald Meyer aus dem Spanischen übersetzten Texte. In malerischer Poesie beschreibt Neruda die Flora und Fauna, in der der Mensch lediglich ein Bestandteil war, bis Jehova die Welt an Coca-Cola, Anakonda Kupfer, Ford Motors verteilte und United Fruit Company sich den -saftigsten Teil meines Landes sicherte".

Cornelius , Trantow  leitete und dirigierte die 80 Sänger der Singakademie Hamburg und das Canto Instrumental-Ensemble, das mit einem Aufgebot von zwei Klavieren, vier verstärkten Gitarren, drei Querflöten und einer unglaublichen Percussion - von mehreren Schlagzeugen über Pauke, Gong, Xylophon und Klangspiel - hörbar beeindruckte.

Die Soloparts übernahmen Matthias , Lüderitz mit einem wunderschön starken, klaren Tenor und Julia Schilinsky. Die Hamburger Solistin beeindruckte mit einer derart klanggewaltigen, rauchigen Stimme, als hätte man sie unmittelbar aus den liefen Südamerikas eingeflogen und sie nie etwas anderes als den „Canto General"' gesungen. Gleich das erste Lied riss die Zuhörer in seinem pulsierenden, archaischen
Rhythmus mit und entließ sie erst vollkommen benommen zum monumentalen Finale. Standing Ovations von 900 begeisterten Zuhörern waren die Antwort auf diese überwältigende Darbietung. © Bergedorfer Zeitung, 04.09.2006, (uk)

 

Canto General – Bergedorfer Zeitung

Die Hamburger Künstlerin Julia Schilinski (links) beeindruckte mit ihrer klanggewaltigen, rauchigen Stimme. Begleitet wurde sie von den Sängerinnen und Sängern der Hamburger Singakademie und dem Canto Instrumental-Ensemble. Foto: Keyhani

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